MSD - Geschichte
MSD

Geschichte

Eine lange Tradition wissenschaftlicher Exzellenz, innovativer Medizin und weltweiter Presenz.


1668 - Die deutsche Wurzel

Friedrich Jakob Merck gründet die Engel-Apotheke in Darmstadt. Daraus entsteht die Spezialchemikalienfabrik E. Merck.


1887 - Once upon a time in America...

Die amerikanische Filiale von E. Merck wird gegründet.


1891 - Die "Company":

George Merck, von der Muttergesellschaft nach Amerika als Trouble-shooter gesandt, wandelt die Filiale in eine Gesellschaft nach amerikanischem Recht. Die Besitzverhältnisse bleiben jedoch unverändert:
Merck Darmstadt ist weiterhin die Muttergesellschaft.
Bis 1903 importiert MSD den Großteil seiner Erzeugnisse von Merck, Darmstadt.


1897 - 1 Million $ Umsatz

Die Apotheken in New York und Umgebung schätzen Merck & Co. als zuverlässigen Lieferanten von Chemikalien hoher Qualität. Nach nur wenigen Jahren kann der erst 30jährige George Merck den Durchbruch der 1 Million-$-Schallmauer im Umsatz melden. Die Firma bezieht ein eigenes sechsstöckiges Bürohaus am University Place. Doch der Handel mit Chemikalien reicht dem Unternehmer George Merck bald nicht mehr: Er will aus seinem kleinen Unternehmen ein Abbild der Muttergesellschaft machen.


1899 - Erste Ausgabe des MSD Manuals

Merck unterstützt seit seiner Gründung die Veröffentlichung wissenschaftlicher, besonders medizinischer Informationen. Niemand ahnte jedoch, daß aus dem anfänglich bescheidenen Brevier für Ärzte eine Art "Arzt-Bibel" entstehen würde, die heute 800.000 Ärzte weltweit nutzen. Es enthält eine komprimierte Übersicht des jeweiligen Kenntnisstandes der Medizin.


1902 - Vom Händler zum Produzenten

George Merck baut bei Rahway, New Jersey, seine erste Produktionsstätte. Auch in St. Louis werden in der eigenen Fabrik Basis-pharmazeutika produziert.
Die erste Produktpalette wird bald von in Amerika hergestellten Betäubungsmitteln auf Wismude und Jodide ausgedehnt. 1905 werden 2 Mio. $ Umsatz realisiert. Die Eigenherstellungen überholen bald die Importe. Doch George Merck hält weiterhin Kontakt zur Muttergesellschaft in Darmstadt: Er nutzt deren Herstellungsverfahren und rekrutiert erfahrene Arbeiter von dort.


1910 - Zwei Eimer Bier täglich

Die sommerliche Hitze in St. Louis bekämpfen die größtenteils deutschen Angestellten und Arbeiter mit zwei Bierpausen täglich. Jeder hat dafür seinen Eimer an einem Haken. Klar, daß die wachsenden Qualitätsanforderungen und die bekannte Merck´sche Lieferzuverlässigkeit George Merck zwingen, diesen deutschen Brauch 1910 abzuschaffen.


1912 - Erste Auslandsfiliale in Kanada

Der Ausbau zu einem weltweit tätigen Unternehmen beginnt bereits 1912 mit der Gründung einer Filiale in Kanada.


1919 - Merck & Co: ein amerikanisches Unternehmen

Mit dem Eintritt der USA in den ersten Weltkrieg muß George Merck alle offiziellen Beziehungen zur Muttergesellschaft kappen. Die von der US-Regierung beschlagnahmten Aktien der Mutter kann er mit Hilfe von Investoren 1919 von der Regierung zurückersteigern. Damit beginnt die eigenständige Geschichte von Merck & Co.


1925 - Die Gründergeneration tritt ab

Als der Gründer George Merck die Geschäfte seinem Sohn George W. Merck überträgt, setzt das Unternehmen bereits 6 Mio $ um.
Das Unternehmen konzentriert sich in den Folgejahren auf den Ausbau des heimischen Marktanteils und setzt seine Expansion im Ausland zunächst behutsam fort.


1927 - Die erste Fusion

Durch die Fusion mit Powers - Weightman - Rosengarten (PWR) gelingt ein verstärkter Einstieg in die Pharmazie. Beide Firmen ergänzen sich auf ideale Weise und ihr Zusammenschluß fördert in Herstellung und Vertrieb effiziente Betriebsvergrößerungen.
Umsatz 1927: 13 Mio. $


30er - Dr. Hans Molitor, ein Pionier in der Pharmakologie

Der Wiener Pharmakologe kam 1932 in die Vereinigten Staaten und führte dort ab 1933 als erster Direktor das Merck Institute of Therapeutic Research.

Er leistete während der vierziger und fünfziger Jahre Pionierarbeit in der Pharmakologie, Pathologie und auf anderen biologischen Gebieten.


40er - Globale Expansion

Der zweite Weltkrieg bietet MSD und anderen amerikanischen Chemieherstellern große Expansionsmöglichkeiten: Viele Konkurrenten in Übersee sind zerstört und mit dem Wiederaufbau befaßt. Die Exportumsätze steigen bis zu Beginn der 50er Jahre auf einen Anteil von 20% des Gesamtumsatzes.


1953 - Fusion von MERCK mit SHARP & DOHME

Das Fundament für die aufregendste Phase der Expansion bildet die Fusion mit SHARP & DOHME. Hier wird ein exzellentes Pharma-Unternehmen akquiriert, das neben einer effizient arbeitenden Forschungsabteilung bereits über ein etabliertes Vertriebsnetz im Ausland verfügt. Dieses Vertriebsnetz dient als Basis einer völlig neuen Geschäftseinheit, der MERCK SHARP & DOHME International, kurz MSDI.
MSDI entwickelt sich bald zum schnell wachsenden Geschäftsbereich im Unternehmen und verwandelt die exportorientierte Firma in einen multinationalen Konzern. Das gelingt aufgrund der sensiblen Mischung von Merck´schem qualitätsorientierten Denken mit dem Vertriebs-Know-how von SHARP & DOHME und der Management-Kompetenz der Führungskräfte in den Tochtergesellschaften.


1958 - Erste Erfolge der Fusion

In beiden Unternehmen werden tief verwurzelte Unternehmenskulturen gelebt. Das steht einer schnellen Integration zunächst im Weg. Doch schon bald stellen sich die ersten Erfolge ein: In den West Point Laboratorien von SHARP & DOHME gelingt die Entwicklung eines neuen Diuretikums, Chlorothiazid.


60er - Expansion durch Akquisition

MERCK SHARP & DOHME (MSD) entwickelt sich zu einem innovativen, schnell wachsenden Unternehmen mit hoher fachlicher Kompetenz in Forschung, Herstellung und Vertrieb. Doch zunehmende Regierungskontrollen und der Wunsch, neue Branchen zur Investition von Gewinnen zu erschließen, fördert die Bereitschaft zu diversifizieren. So werden in den 60er Jahren eine Reihe von Unternehmen in den MSD Konzern integriert. Zum Beispiel die Firmen Calgon, ein führendes Unternehmen für Wasseraufbereitungschemikalien, Baltimore Aircole, Zulieferer von Kühlgeräteherstellern, und Kelco, einem Verarbeiter von Meeresalgen.


1963 - MSD Deutschland

Deutschland, den wichtigsten europäischen Markt, muß MERCK SHARP & DOHME (MSD) in seine Expansionspolitik miteinbeziehen. Insofern ist die Rückkehr von MSD nach Deutschland, von wo aus es 1891 seinen Ursprung nahm, nur konsequent. Heute ist der Firmensitz in Haar bei München.


1987 - Feldzug gegen die Flussblindheit

Ein neuer Wirkstoff aus der MSD-Forschung - Ivermectin - ist in der Lage, eine Parasitose, die Millionen Menschen erblinden läßt, zu verhindern. MSD stellt diesen Wirkstoff der Weltgesundheitsorganisation WHO kostenlos zur Verfügung. Inzwischen wurde dieses Medikament bereits 800.000 Menschen in mehr als einem Dutzend tropischer Länder verabreicht. Ziel ist es, die sogenannte Flussblindheit bis zum Jahr 2005 auszurotten.


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